ACHTUNG FAKE NEWS: Die Nachricht auf diesem Foto erschien in Facebook auf meinem Smartphone, so der Journalist Andreas Ryll. Ein Quellencheck des Webseitenbetreibers führte – wie erwartet – nicht zur Bunderegierung, sondern auf die Webseite „nachrichten.de.com“. Dort kann jeder veröffentlichen.

So sieht die Webseite aus, wo jeder erfundene Meldungen erstellen kann. Diese werden als „Witz“ beworben. Hinter der Webseite steckt eine belgische Firma aus Eupen namens „Media Vibes“.

Welche Nachrichten erreichen die Menschen tatsächlich? Sind es die Meldungen der etablierten Medien und Redaktionen? Oder lesen Menschen auch die Informationen, die über die Webseite „http://www.nachrichten.de.com/“ verteilt werden? Dort kann jeder falsche Nachrichten verbreiten, was von den Betreibern der Seite als „Witz“ deklariert wird. Sind diese „Fake News“ dann auf Facebook, sind sie auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Nutzer reagieren empört über den Inhalt, teilen möglicherweise die News – ohne die Herkunft geprüft zu haben.
Was tun?
Im Grunde gehört die Überprüfung der Herkunft einer Nachricht oder einer Information zur Standardbehandlung. Besonders in den sozialen Netzwerken besteht eine hohe Gefahr, Nachrichten zu verteilen, ohne sie zu prüfen. Das liegt zum einen daran, dass ein guter Freund die Meldung schon geteilt hat. Da alles meist schnell geht, wird es noch einmal geteilt und so kommt es blitzschnell zur viralen Verbreitung. Der Tipp: „Seien Sie kritisch und wenden Sie die W-Fragen an, um die Qualität einer Nachricht zu prüfen, also WER, WAS, WIE, WO, WANN, WARUM, WOZU!“, so der Mönchengladbacher Journalist und Trainer Andreas Ryll.
Auf den folgenden Webseiten finden Sie weiterführende Informationen über Fake News und Qualitätsjournalismus:

Podiumsdiskussion im Rahmen der ZEIT Akademie der VHS Mönchengladbach am 6.12.2017 zum Thema Qualitätsjournalismus. Von links nach rechts: Matina Bußmann, Kaspar Müller-Bringmann, Helmut Michelis, Ralf Jüngermann, Andreas Ryll

Podiumsdiskussion – Fake News, Populismus, Digitale Revolution – Journalismus in der Krise?
vom Mittwoch, 06.12.2017 in der VHS am Sonnenhausplatz
Lüpertzender Straße 85, 41061 Mönchengladbach

Hier geht es zum Artikel in der Rheinischen Post!